CX ist Chefsache, warum Kundenerlebnis Führung braucht - Mit Christine Welsch
Shownotes
07: In dieser Premieren-Episode begrüßen wir unseren allerersten Gast: Christine Welsch von T-Systems International. Wir sprechen darüber, warum digitale Oberfläche noch keine digitale Reife bedeutet und wie ein Lager-Chaos mit 400 Arbeitsplätzen zur echten Führungsprobe wurde. Außerdem zeigen wir, warum Employee Experience die Basis für jede gute Customer Experience ist – am Beispiel des Onboarding-Erlebnisses bei T-Systems. Und wir klären, warum KI allein keine Strategie ist, sondern Klarheit die eigentliche Strategie ist. Christine teilt ihre 5 Cs guter Führung: Curiosity, Clarity, Communication, Courage und Care. Wenn Du wissen willst, wie Mut und Klarheit Unternehmen wirklich verändern, ist diese Folge Pflicht für Dich.
Schnapp dir dein Lieblingsgetränk – ungefiltert, mit Haltung und Humor. Cheers🥂!
Alle Links zur Episode:
Mehr über Christine Welsch findest du auf LinkedIn: linkedin.com/in/christine-welsch
Folge uns auf Instagram: https://www.instagram.com/cxontherocks.podcast
Mehr über CX on the Rocks findest du hier: https://anika-tannebaum.de/podcast-cx-on-the-rocks/
Mehr über Anika Tannebaum findest du hier: https://anika-tannebaum.de/
Anika Tannebaum auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/customer-service-and-leadership-consulting
Annika Schmidt auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/annika-schmidt-28272b180
Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich willkommen bei CX On The Rocks.
00:00:03: Dein Podcast für Customer Experience, Leadership, Business und Service Culture!
00:00:09: Wir sind Annika Tannebaum und...
00:00:12: Annika Schmidt.
00:00:13: Und gemeinsam sind wir AA Unmuted ehrlich ungefiltert und direkt auf deine Ohren.
00:00:18: Schnappt ihr jetzt dein Lieblingsgetränk und Stoß mit uns an?
00:00:21: Cheers!
00:00:26: Hallo und herzlich Willkommen.
00:00:28: schön dass ihr wieder dabei seid bei Cx on the Rocks!
00:00:34: Wir sind zurück aus der Sommerpause und wir starten direkt mit einer absoluten Premiere.
00:00:39: Heute haben wir nämlich unseren ersten Gast dabei, unser Titel ist heute CX ist Chefsache.
00:00:45: warum Kundenerlebnis Führung braucht das Gespräch mit Christine Welch.
00:00:51: Ihr habt ja alle schon mitbekommen.
00:00:53: in den letzten Wochen hatten wir auf Social Media einen kleinen Aufruf gestartet Und unsere Community gefragt, wem wir denn als ersten Gast einladen könnten und wir haben so viel Feedback bekommen.
00:01:04: Das war der absolute Wahnsinn!
00:01:06: Wir hatten über dreißig Vorschläge aber wir starten heute mit einer Frau die genau die Perspektive mitbringt, die wir einfach in diesem Podcast lieben Und deswegen freue ich mich umso mehr, Christine.
00:01:18: Das würde ich heute als Gast hier begrüßen dürfen und dann auch über das Service Thema Business Führung Organisationen und all diese Themen ein bisschen fachsimpeln können.
00:01:30: Ja herzlichen Dank für die Einladung!
00:01:33: Wir freuen uns riesig dass du dabei bist.
00:01:35: also wir stellen dich noch mal offiziell vor.
00:01:36: bei uns ist heute Christine Welch.
00:01:38: sie is Head of Digital Solutions Sales Automotive Manufacturing by T-Systems International Und mit ihr sprechen wir heute darüber, was passiert eigentlich wenn digitale Erlebnisse vorne gut aussehen?
00:01:53: Aber Prozesse, Führung und die Organisation dahinter leider nicht ganz mithalten können.
00:01:59: Ja, und wir haben dazu diese Folge in drei Teile gegliedert für euch – und zwar in die Teile echte CX-Fails als Führungsprobe, super spannendes Thema, Employee Experience als Leadership Test und KI alleine ist keine Strategie!
00:02:18: Genau, also Sommerpause vorbei.
00:02:20: Strategie Spritz ist eröffnet.
00:02:23: Christine wie schön dass du da bist und ich habe hier heute bei mir auf jeden Fall einen absoluten Strategiespritz dabei das nämlich Zitrone Ingwer.
00:02:32: Ich glaube dat is spicy und damit können wir die Strategie auch richtig umsetzen.
00:02:36: Schias erstmal!
00:02:38: Und Christine herzlich willkommen.
00:02:41: machst du dich kurz vorstellen?
00:02:44: Herzlichen Dank, ja sehr gerne.
00:02:46: Ich bin wie ihr schon angekündigt habt Christine Welch und vielleicht zuerst mal zum persönlichen ich lebe mit Mann und zwei Kindern in der Nähe von München aber ich sage schon immer da werde ich vermutlich demnächst meine Bürgerrechte verlieren weil ich kein Fußball schaue und kein Bier trinke.
00:03:03: Aber noch bin ich geduldet und so lange bleibe ich da auch.
00:03:07: Noch beruflich helfe ich mit meinem Team Automobil- und Manufacturingunternehmen, genau die Probleme zu lösen für dies keine Standardlösungen gibt sag' ich mal.
00:03:18: also im Regelfall sind das technologische Lösungen aber auch oder auch prozessuale oder organisatorische.
00:03:25: Und ja genau wie du richtig gesagt hast mein Titel lautet ein bisschen schwerfällig Head of Digital Solutions Sales oder Motiven Manufacturing bei T-Systems.
00:03:33: und vielleicht denkt sich jetzt der eine oder andere welches herstellende Unternehmen ist es denn, dass sich heute noch so eine Individuallösung leistet im Vergleich zu einer Standardsoftware die sich vielleicht schon anderswo bewährt hat.
00:03:48: Immer dann wenn Standard nicht genug für Prozesse, die markkritisch sind oder das Kundenerlebnis ausmachen Wenn man sich vom Anbieter abheben möchte, dann muss das Produkt eben auch anders sein.
00:04:04: Individuell und besonders passend für das Problem, dass es löst.
00:04:09: Und ich bin seit einem halben Jahr in der Rolle und war aber vorher immer schon im großen Technologieunternehmen.
00:04:16: Was mich fasziniert ist genau, dass das Zusammenspiel zwischen der Technologie, der Industrie- und dem Kundenerlebnis oder von hinten gedacht welches Problem haben Menschen, für die eine Industrie lasse?
00:04:28: Retail oder Farmer- oder Maschinenbau sein, eine Lösung oder ein Produkt hat.
00:04:33: Und welche Technologie ist dann diejenige, die da zum Game Changer wird?
00:04:36: Die wirklich den Unterschied macht und die Sache nach vorne bringt.
00:04:39: Super!
00:04:40: Schön dass du da bist, liebe Christine.
00:04:42: Meine kurze Frage, Christine – wenn Du Deine Rolle jetzt in einem, weil Du hast schon gesagt das Deine Role sehr komplex und sehr vielfältig ist.
00:04:49: Wenn Du Deiner Rolle im Satz beschreiben müsstest Wie würde dieser Satz lauten?
00:04:58: Probleme zu lösen, für die es keine Standardlösung gibt.
00:05:03: Das wäre mein One-Liner.
00:05:05: Sehr gut!
00:05:07: Gut bevor wir jetzt vielleicht tiefer ins Detail einsteigen lasst uns unsere Tradition folgen und unser Chapterstrategie spritzisch Strategiepritz, jetzt geht es ja auch schon los.
00:05:21: Man merkt heute Sonnestag und die Sommerferien sind da!
00:05:24: Lass uns in unser Chapter-Strategiespritz mal einsteigen.
00:05:27: und Christine deswegen möchte ich dich fragen was hast denn du heute in deinem Glas?
00:05:34: Wie ihr sehen könnt das ist so zart rosa.
00:05:37: Es ist mein Alkoholfeier Gin Tonic In diesem Fall eine Wild Berry Variante Und tatsächlich ist es das Getränk, dass für mich mein Feierabendgetränk ist.
00:05:51: Ich trinke nicht tierisch viel Alkohol wirklich nur zu besonderen Anlässen.
00:05:55: aber am Feier Abend oder irgendwie in besonderen Momenten gönne ich mir gerne mal so ein alkoholfreien Jim Tonic eben weil's was Besonderes ist und vielleicht den restlichen Tag abgrenzt zu Füße hochlegen oder Zeit für mich haben.
00:06:11: Also im Grunde genommen ist es ja perfekt, weil du hast keinen Kater danach.
00:06:16: Hast trotzdem eine gute Energie und das eigentlich das perfekte.
00:06:20: Strategie Spritzgetränk also würde sagen dann stoßen wir schon mal an.
00:06:24: Cheers!
00:06:30: Ich habe tatsächlich ein neues Tonicwater ausprobiert.
00:06:32: Das ist mit japanischer Yuzu und mexikanischer Limette.
00:06:37: Wow!
00:06:39: Mega
00:06:39: lecker, mit ein bisschen Basilikum noch drinnen.
00:06:42: Also bei mir ist es heute auch spritzig Alkoholfreie unterwegs.
00:06:46: Also ich würde sagen nochmal Cheers an alle auf den Strategiespritz heute.
00:06:49: Wir freuen uns riesig auf den Talk und dann würde ich sagen fangen wir direkt an Anika?
00:06:56: Auf jeden Fall, auf jeden Fall und damit steigen wir in unser erstes Thema ein und damit's heute nicht langweilig wird... Habe ich mir was ganz Besonderes überlegt und zwar werde ich die Zeit stoppen.
00:07:06: Wir werden für jedes Thema zehn Minuten Zeit haben.
00:07:11: Christine, in Ordnung für dich?
00:07:13: Ja klar!
00:07:15: Okay und zwar das erste Hauptthema dass du uns schon vor der Aufnahme zugespielt hattest beziehungsweise auch einfach Themen die dich begeistern und die dich auch sehr viel beschäftigen in deinem Alltag.
00:07:27: Das erste Haupt thema was wir damit zusammengefasst haben ist CX Fails als Führungsprobe.
00:07:35: Viele Unternehmen verwechseln ja immer diese digitale Oberfläche mit digitaler Reife und du hast uns vorab schon auch eine Geschichte geschickt, die hat uns sehr bewegt, wir fanden das super interessant und da warst du in einer Situation, die wirklich sehr viel Druck ausüben kann wo es um Beschwerden gab, was machen wir mit den Kunden?
00:07:56: Die Drohne abzuspringen, viele Jobs standen auf dem Spiel.
00:08:00: Nimm uns mal kurz mit, worum ging's denn da genau?
00:08:05: Ja sehr gerne.
00:08:06: Das war eine harte Zeit die mir aber auch sehr viel im Nachhinein sehr viel gebracht hat... von dem, was ich gelernt habe aus dieser Zeit.
00:08:18: Und zwar war ich damals noch im E-Commerce unterwegs und wir haben ... Damals Account Management war meine Verantwortung.
00:08:25: Wir haben ein neues Lager in Betrieb genommen also einen wahren Lager, aus dem eben Bestellungen versendet werden an diejenigen, die Sachen online bestellt haben.
00:08:34: Es waren ein neues lager neues Gebäude aber auch ein neues Team neue Prozesse das Lager Haltungssystem, das wir benutzt haben.
00:08:43: Das hatte sich bisher nur im englischsprachigen Raum bewährt und in Deutschland gab es keine Experten dafür.
00:08:48: Und unser erster Kunde für dieses Lager war ein Online Retailer der Kampagnen-Beschäft gemacht hat.
00:08:54: D.h.,
00:08:54: der hat vor allem Fashion aber auch irgendwie andere Lifestyle Artikel verkauft online im Kampagnien also wann immer er große Restbestände beispielsweise bekommen hat, die ihn so eine Kampagne verkauft.
00:09:07: Wir sollten den bestehenden Lageranbieter ablösen und das eben zum Laufen bringen.
00:09:14: Und die Herausforderung damals war, mit allem neu das so hinzukriegen und auch die Volumina abzudecken, die an Paketen jeden Tag da raus mussten ums Gott zu halten.
00:09:25: Es war unfassbar schwer!
00:09:27: Wir haben es am Anfang... einfach nicht hingekriegt.
00:09:29: Wir haben wirklich nur wenige Tausend Pakete jeden Tag rausbekommen, Ziel waren eigentlich dreißigtausend und ihr könnt euch vorstellen wie da die Leitungen heiß gelaufen sind.
00:09:38: Jeder kennt das irgendwie, man bestellt was online und es kommt einfach nicht an und man ruft da an und die sagen so müsste eigentlich schon längst rausgegangen sein wir haken mal nach... Das war die Ausgangssituation!
00:09:50: Und genau ich war natürlich nicht unmittelbar mit den Kunden in Kontakt.
00:09:58: angerufen haben in der Hotline, aber ich hatte meinen sauren Kunden.
00:10:02: Also den Anbieter, den Online-Anbietern am Telefon, der gesagt hat heute sind wieder hunderte Anrufe bei uns eingegangen, wo das Paket bleibt und genau das war die Grundsituation.
00:10:18: Da alle neu waren gab es auch nicht diesen einen, der uns gesagt hat hier geht's lang.
00:10:24: Aber wie ihr euch vorstellen könnt, könnte man das waren vierhundert Menschen die in diesem Lager gearbeitet haben und es lief am Anfang so schwierig dass wir wirklich befürchtet haben dieses Lager wieder zuzumachen weil wir den Kunden verlieren.
00:10:36: Das ist vor allem irgendwann, könnt ihr ja auch gar nicht mehr diese Nachfrage stemmen.
00:10:40: Auch die ganzen Anrufe, die da rein prasseln auf einen.
00:10:43: Das ist ja zum einen diese Lagerbaustelle, die sich da auftut und zum anderen wird dann alles quasi umgeroutet was an Reaktionen offen ist, an den Kundenservice und irgendwann gehen die ja auch da mal quer.
00:10:57: Also weißt du was so spannend ist?
00:10:58: Ich habe selber ja mal im Retail gearbeitet und wir hatten ein Lagerwechsel.
00:11:02: Also ich fühle dich so sehr, also überhaupt erstmal der Umzug von einem Lager ins nächste ist erst mal schon wirklich eine absolute Herausforderung und dann erstmal das neue Lager in Betrieb zu nehmen mit den neuen Prozessen.
00:11:14: Also von daher I feel you wie seid ihr denn da vorangegangen wenn du sagst okay tausende Pakete wurden verschickt aber dreißigtausend wollte eigentlich verschicken?
00:11:23: Also kannst du noch einmal so sagen wie seit dir das Steps voran gegangen?
00:11:26: weil Auf der einen Seite hast du vierhundert Arbeitsplätze, die möglicherweise im Raum stehen und auf der anderen Seite haste natürlich die Kunden, die ihre Pakete nicht bekommen.
00:11:36: Wie habt ihr das gelöst?
00:11:37: Richtig!
00:11:39: Wir haben uns eine Methode bedient, die aus dem Lean-Management kommt also dass Toyota als erste etabliert haben und die nennt sich Gamber Works.
00:11:49: Das ist also das Laufen Management läuft durch die Fabrik oder in unserem Fall Durchslager und schaut sich an wie Sachen funktionieren stellen.
00:11:59: Ich sage immer die blöden Fragen, nicht?
00:12:00: Die einfachen Fragen, die man eben so stellen kann wenn man vom Detail das Prozess ist keine Ahnung hat und zählt einfach mal mit wie viele Klicks passieren hier, bevor jemand die Ware aus dem Regal ins Paket legt.
00:12:14: Wie viel Scans braucht die Person oder auch in der Retoure?
00:12:18: Wie lange braucht es eine Retoure um Vereinnahmen zu werden.
00:12:20: also es kommt ein Paket zurück.
00:12:21: ich muss das breffen denn ich muss irgendwie scannen ob das überhaupt ein Produkt ist das in mein Lager gehört, dass mir überhaupt gehört.
00:12:27: oder hat da jemand was Falsches zurückgeschickt.
00:12:31: Wo steht jemand rum und dreht Däumchen während sich andere die Sohlen bunt laufen sag ich mal?
00:12:37: Da sieht man also das so.
00:12:38: ein Beispiel wo wir dann gelernt haben was flow in einem Lager bedeutet nämlich Dass du Malbestellungen hast wo zum Beispiel nur ein Artikel in dem Paket ist wo du relativ viele Packer brauchst am Ende, die diese einzelnen Artikel in den Paket setzen, sichern, zukleben, label drauf und so weiter.
00:13:02: Und dann los während wenn du Bestellungen hast wo fünf vielleicht sogar zehn Artikel drin waren, dann brauchste natürlich wesentlich mehr Picker also Leute die durch die Regale laufen die Sachen holen und dann erst zum packen bringen.
00:13:17: dass das Und das Packen ist dann nur noch ein kurzer Abschluss sozusagen an den Prozess.
00:13:24: Aber dann brauchst du eine völlig andere Verteilung von Mitarbeitern in deinem Lager, je nachdem wie gerade die Struktur der Bestellungen ist, die du reinbekommst.
00:13:31: und das zu lernen, das tust du eben nur wenn du wirklich vor Ort bist und den Prozesse verstanden hast und siehst wo was falsch läuft.
00:13:39: Das siehst du nicht, wenn du auf Tabellen in einem Excel-Kanal...
00:13:44: Ja, es vorkommt klar.
00:13:47: Ich kann mich noch erinnern, ich war damals auch im Lager und da haben wir uns die Picklist angeguckt.
00:13:51: Wie sind überhaupt die Wege um die Items zu picken?
00:13:54: Wie wird die Pick list tatsächlich überhaupt erst erstellt damit du möglichst viele Wege vermeidest?
00:14:00: Und dann eben das ganze Thema Automatisierung.
00:14:04: Welche Möglichkeiten hat man das ganze Thema zu automatisieren?
00:14:07: Weil heute werden ja eher weniger noch Menschen, die eben die Items picken.
00:14:13: Sondern es geht ja eher so ein bisschen in Richtung Automatisierung.
00:14:15: Habt ihr da auch schon wie seid ihr damit vorangegangen um da einfach auch den Lehrlauf zu vermeiden?
00:14:22: Ja, diese Geschichte ist ja schon viele, viele Jahre her.
00:14:25: Aber ich muss heute noch darüber nachdenken wie es wohl gelaufen wäre hätten wir damals schon ein Digital Twin von diesem Lager gehabt.
00:14:32: also da sind die historiellsten Geschichten passiert und die kann man sich nicht ausdenken wenn sie nicht wirklich passiert wären.
00:14:38: aber zum Beispiel hatten wir Kleider, die hingen auf Kleidabügeln, die hatten eine Länge von sagen wir mal einem Meter und das System ist davon ausgegangen dass diese einzelnen Kleider von Hand geholt werden müssen und nicht über das Förderband laufen können, weil die Boxen und das Kleidereinkommen nur vierzig Zentimeter hatten.
00:14:57: Und ein Kleid von einem Meter Länge passt in dieser Welt nicht in eine Box von vierzigzentimetern und muss deswegen von handgeholt werden.
00:15:07: Das ist so ein Aha-Moment.
00:15:10: wenn du dann feststellst da hängt das Klei, warum kann es nicht in die Box auf dieses Förderband?
00:15:16: Weil eben das System davon ausgeht Es ist mehr als doppelt zu lang für diese Box.
00:15:22: Christine, wenn du da heute noch mal zurückblickst zu dem ganzen Thema was damals passiert ist und man sagt ja auch immer Learning by Doing vieles einfach lernen während man es tut und fortschreitet... Aber wenn du heute jemanden einen Tipp geben könntest, gerade diese Logistik-Themen die ja auch Thema Kundenservice CX extrem beeinflussen.
00:15:45: Ich denke mal zu mir oder an mich selber ich bin ja auch so ein ekelhafter Kunde.
00:15:50: Am schönsten fände ich habe jetzt neulich einige Möbel bestellt.
00:15:52: Ja am schönsten finde ich es natürlich wenn mein Mobilier am Morgen ankommt oder am besten noch am gleichen Tag klar ist logisch funktioniert nicht.
00:16:00: aber ich würde sehr trotzdem so schnell wie möglich und mich begeistert das als Kunde ja auch, wenn es schnell und unkompliziert geht.
00:16:08: Was würdest du heute an Tipps geben?
00:16:11: Wenn jemand sein Lager umlegt oder dass ein bisschen effizienter schneller gestalten möchte was für Tipps hättest du da von deiner Seite?
00:16:18: Was sind deine Lessens learned?
00:16:21: Ja ich glaube, wenn wir das heute nochmal machen würden Wie gesagt unter technologisch anderen Voraussetzungen dann wäre es genau das nämlich digital mal durchspielen, was du physisch später machen möchtest.
00:16:34: Also wirklich mal zu simulieren im Kleinen welche Prozesse da anecken wo es nicht mehr läuft.
00:16:45: Ich sag mal so in meiner Führungsverantwortung ist glaube ich das wichtigste Learning aber gewesen.
00:16:50: also wenn man dann eine Situation kommt den derst dann dennoch irgendwie knirrscht und alle auf Zahnfleisch laufen und jeder Angst hat auch um wie es weitergeht und ob diese Situation irgendwie zu verbessern ist, sich dann die Frage zu stellen.
00:17:06: Was ist denn mein eigener Beitrag dazu?
00:17:09: Dass das Worst-Case-Szenario nicht eintrifft.
00:17:12: Und andersom dass das was wir uns alle wünschen und auch vor Augen hatten als wir was auch immer gemeinsam gebaut haben, dass das tatsächlich eintrifft banalen Erkenntnis, aber für mich war sie insofern wichtig als das Fingerpointing aufhört.
00:17:30: Also wir hatten damals ein Coach der uns aus dieser Situation geholfen hat und wenn er gefragt hat was können wir denn tun dann ist die Antwort die intuitive ganz häufig man müsste dies und jenes machen damit sich die situation verbessert oder auch wir aber weder Mann noch Wir was jemand als Verantwortung natürlich aufnimmt, sondern es ist nur dann verbindlich wenn jemand sagt ich werde.
00:17:59: Absolut!
00:18:00: Ich werde ab morgen jeden Tag fünfzehn Minuten auf den Shopfloor verbringen und mir anschauen wie die Rhetore funktioniert oder mir anschaut wie der Pickingprozess funktioniert oder was das auch immer ist aber dass... Der Bäcker
00:18:14: hat geklingelt?
00:18:16: Ja, ich sehe schon der Hard Stop sozusagen Teil eins.
00:18:19: Nein
00:18:20: kein harter Stop bringe gerne deine Gedanken zu Ende.
00:18:24: Also genau, das wollte ich noch sagen.
00:18:26: für mich ist es wichtigste mir die Frage dass jeder sich jede einzelne beteiligte sich die frage stellt was ist mein beitrag dazu aus der miserie rauszukommen und wieder nach vorne zu gehen?
00:18:37: Und ganz wichtig ja auch hier da die mitarbeiter mitzunehmen wie du schon gesagt hast wirklich sich anzugucken wer geht welche wege oder soll welche wege gehen?
00:18:47: und da sind wir auch beim zweiten haupthema.
00:18:50: anika magst du das übernehmen?
00:18:51: Ja, total gerne.
00:18:52: Also unser zweites Thema auch aus unserem Vorgespräch heraus eine Employee Experience als Leadership Test.
00:18:58: und ich liebe das Thema Employee Experience weil Employee experience ist für mich das absolut wichtigste Asset im Unternehmen, weil die Mitarbeitenden sind ja die, die letztendlich die Infrastructure, die Technologie und die das Images Gesicht des Unternehmens nach außen sind.
00:19:13: Und das heißt, wir hatten auch schon mal eine Folge darüber.
00:19:17: Annika, ich glaube da haben wir darüber gesprochen dass Employee Experience ist jetzt nicht so viel gut.
00:19:21: Thema Pizza Friday Ops Corp.
00:19:24: Freaky Friday Thursday Thursday oder wie die alle heißen ja Sondern da geht Employe Experience geht eben weit darüber hinaus.
00:19:34: Das ist das Thema Engagement Ist das Thema Wie zufrieden bin ich mit meiner Führungskraft?
00:19:38: Wie kann Ich mich einbringen?
00:19:39: Thema Verantwortungsübernahme.
00:19:41: und Jetzt ist natürlich für mich interessant, Christine.
00:19:43: Wenn du hier schon da bist, T-Systems ist ja auch ein riesen, riesengroßes Unternehmen bzw.
00:19:49: Telekom.
00:19:53: Wie sieht das Thema Employee Experience bei euch aus?
00:19:57: Der Aha Moment war ja wohl das Employee Portal bei T- Systems beziehungsweise Telekommen bei euch.
00:20:03: Warum war das so ein starker Moment?
00:20:05: Nimm uns doch mal bitte mit!
00:20:07: Ja, tatsächlich war das so.
00:20:09: Genau!
00:20:10: Wenn man neu ist in dem Unternehmen und ich bin wie gesagt erst ein halbes Jahr dabei dann nimmt natürlich das Onboarding total viel Zeit im Anspruch und nichts schlimmer als sich mit Prozessen aufhalten die eigentlich für einen selber in der Rolle für die man geholt wurde nicht wertstiften sind also diese Fragen Wie buche ich mir meinen Schreibtisch?
00:20:33: oder jetzt haben sie den Die falsche Kontoverbindung für meine Gehaltszahlung.
00:20:39: Wie kriege ich das korrigiert?
00:20:41: Das sind nicht die Fragen, für die ich mein blöde Fragenbudget aufbrauche und möchte bei den Kollegen deren Zeit ja auch rar ist sondern... Ich weh nicht, wenn du lasst.
00:20:51: Anika aber so ist es ne?
00:20:53: Du möchtest ja nicht jede... Ja absolut!
00:20:54: ...jetzt zehn Minuten irgendwie anpingen oder du verteilst dann deine blöden Fragen über Kapfe sozusagen die sich angeboten haben dir beim Onboarding zu helfen.
00:21:01: Aber schöner ist das natürlich man findet das intuitiv und tatsächlich war das ein wunderbares onboardingerlebnis zu sehen was das sogenannte Employee-Portal bei T systems beziehungsweise eben der Telekom als Ganzes.
00:21:17: So tut.
00:21:18: das ist eben ein Ort, an dem ich alles finde von der Reisekostenabrechnung über den Gebäude zutritt, über mein Urlaubsantrag, über persönliche Datenkrankmeldungen was auch immer und da oben drauf.
00:21:30: also da sieht man die einzelnen Services, die ich nutzen kann und obendrauf einen Chatbot, dem ich eben auch in natürlicher Sprache meine Fragen stellen kann.
00:21:39: Und so banal das klingt, aber das nimmt einem so viel Last erst mal damit man eben wie gesagt die Gespräche, die man dann mit den Kolleginnen und Kollegen, mit den Mitarbeitern wie auch immer hat, damit man sich da dann auf die Fragen konzentrieren kann, die tatsächlich jobrelevant und rollen relevant sind.
00:21:59: Ich finde es auch immer so spannend natürlich weil Wir sprechen ja immer dann über das Kundenerlebnis, dass wir das Kunde-Erlebnis schneller, besser und größer machen müssen.
00:22:09: Und wir Menschen sind nicht nur Kunden, sondern auch Mitarbeiter in gewisser Sicht.
00:22:13: Nicht nur in Gewisser, sondern in Direktor!
00:22:16: Wie als Kunden?
00:22:17: Wir buchen Reisende und bestellen Dinge und möchten, wie du schon gesagt hast im Logistikzentrum, schnell bekommen.
00:22:23: Aber bei Mitarbeitern geht die Reise genauso weiter.
00:22:26: Deswegen ist es eines unserer Lieblingsthemen und vor allem Annika's Lieblingsthema... Ich sehe das so stark, dass Unternehmen genau hier noch hinterher hinken.
00:22:36: und wie du schon sagst ein Portal mit einem Chatbot der einen on-boarden kann.
00:22:41: Der gespeist ist mit Wissen vom Unternehmen den man Fragen stellen kann zu verschiedenen Prozessen Das ist ein super, super Quick Win in meinen Augen.
00:22:51: Ja, also ich sage der Onboarding-Prozess ist ja allerwichtigste für neue Mitarbeiter.
00:22:56: Jeder neue Mitarbeiter will natürlich sein Bestes geben und will so schnell wie möglich los starten.
00:23:00: Keiner hat los sechs Monate in einem onboarding Prozess festzuhängen weil jeder will ja Wert stiften.
00:23:05: Und dieser onboardingprozess wird so unterschätzt.
00:23:08: wenn du dann nämlich immer wieder Fragen stellen musst fühlst du dich selber auch ein bisschen unsicher?
00:23:12: Und vor allen Dingen auch so hilflos.
00:23:14: und gerade wenn Du in den Unternehmen kommst willst Du ja durchstarten und deswegen finde ich das sowas von wichtig.
00:23:20: Experience Enables Customer Experience.
00:23:24: Wenn deine Employee-Experience schon mal gut ist, du findest all die Informationen dann weißt du auch okay so tickt das Unternehmen auch in Richtung Customer Experience?
00:23:33: Es ist ja nicht nur relevant für die neuen Mitarbeiter sondern auch für diejenigen die sich mit veränderten Prozessen auseinandersetzen wollen
00:23:41: und
00:23:42: müssen auch also an der Stelle an der neu an der Prozesse verändert werden oder der Transformation passiert Veränderungen passieren, dann ist es total wichtig dass auch langjährige Mitarbeiter den einen Ort haben an dem sie rausfinden können.
00:23:59: Wie funktionieren jetzt Dinge?
00:24:01: Was ist jetzt der nächste Schritt in diesem Prozess?
00:24:05: und das finde ich eben auch wichtig als wenn man sich als ein Unternehmen versteht das Agil ist und Veränderung als Teil des Unternehmenslebens versteht, dass man auch da Hilfestellungen gibt
00:24:19: Wenn man sich vor allem dann überlegt, was das hinten raus auch für positive Auswirkungen hat.
00:24:23: Ja es geht ja.
00:24:24: im ersten Punkt ist es natürlich dass der Mitarbeiter sofort eine Antwort auf seine Frage erhält also natürlich mit der Voraussetzung Dass der Chatbot gut gespeist ist mit dem Wissen und den Daten und den Fakten des Unternehmens.
00:24:38: Das heißt der Mitarbeiter bekommt ne gute Antwort.
00:24:41: Das weiteres aber auch dass die Zeit die investiert werden muss für solche onboardings Natürlich eigentlich auch rapide sinkt.
00:24:47: wie war das bei euch?
00:24:50: Das ist eine gute Frage.
00:24:52: Mein Intuitiv würde ich sagen auf jeden Fall, ich habe natürlich nicht den Christine Onboarded ohne das Employee-Portal und den Chatboard oben drauf versus Christine Onboarding mit dieser Möglichkeit und mein davoriges letztes Onboarding ist auch schon acht Jahre her aber es hat mir auf jeden fall eine Sicherheit gegeben also dass eine schwer messbare Qualität, aber ich würde definitiv sagen dass das Zeit spart und vermutlich kann man das auch von dem Unternehmenslevel durchaus auch messen.
00:25:25: Wenn wir uns jetzt unseren Chief HR Officer befragt siehst du das werden Leute schneller produktiv?
00:25:31: Ich hoffe und bin mir fast sicher da gibt es ein KPI das genau das misst.
00:25:36: Ja, und ich glaube das sind doch die KPIs.
00:25:39: Ich kann mich erinnern wir hatten damals auch die Onboarding-KPI's gemessen tatsächlich in unterschiedlichen Teams einmal mit unterschiedlichen Portalen und herangehensweisen Und wir haben festgestellt je mehr.
00:25:49: du geht ja um strukturiertes Wissen.
00:25:51: letztendlich wie stark führst du dieses strukturierte Wissen zusammen ein Portal?
00:25:57: oder versus?
00:25:58: du hast eben Wissen überall auf unterschiedlichen Laufwerken rumzulegen.
00:26:02: Und wenn die Mitarbeiter, du hast eine wichtige KPI aus meiner Sicht angesprochen das ist schon Sicherheit.
00:26:07: Wenn die Mitarbeiter sich sicher fühlen und gut aufgehoben fühlen spiegelt sich das natürlich auch wieder im Engagement-Score wider.
00:26:13: ja weil du ein insgesamt gutes Gefühl dafür hast.
00:26:17: Sag mal wenn man jetzt nochmal kurz Da darauf eingeht, weil die Telekom ich hatte ja selber schon mal einen ganz tollen Auftrag bei der Telekom.
00:26:25: Die hat sich auch von einer Customer Experience ein um ein Vielfaches verbessert wenn man muss nicht mal zu den letzten fünf Jahre anguckt.
00:26:31: also das ist völlig andere Hausnummer und ich spüre dass das so nach innen eben jetzt auch kulturell sich darstellt.
00:26:41: wie ist dein Onboarding zum Thema Kultur?
00:26:44: was sind die Werte?
00:26:45: Wie bist du da ge- onboardet worden?
00:26:50: Das Onboarding geht natürlich schon vor dem ersten Tag los, nämlich im Bewerbungsgespräch.
00:26:55: Und das da trennt sich ja auch die Spreu vom Weizen wenn man sich verschiedentlich bewirbt und dann mal sieht wie viel wird den Wert darauf gelegt welche Führungskwalitäten ich mitbringe?
00:27:06: und tatsächlich war das super intensiv bei der Telekom.
00:27:10: Die lassen niemanden in eine leitende angestellten Funktion, der nicht ein bestimmtes Assessment durchlaufen hat, wo irgendwann genau auf das abgeprüft wird.
00:27:18: Wie geht man denn mit den Mitarbeitern rum?
00:27:20: Um welche Werte sind einem wichtig und wie passend die zu den Unternehmen werden?
00:27:26: Und ich finde es hoch interessant dass du die Mitarbeiter, die die Kundenzufriedenheit der Telekom als Beispiel nimmst.
00:27:33: Weil eben genau diese Rolle Ferri Abdul Hassan, der jetzt CEO des T-Systems ist damals in der Telecom verantwortet hat.
00:27:41: und er gibt immer ein sehr, sehr klares Ziel raus.
00:27:45: und damals war es eben die Kunden Zufriedenkeit zu verbessern.
00:27:51: und heute ist es zero outage also niemals eine Auswahl zu erzeugen bei unseren Kunden Und ich finde das total wertvoll, wenn man so das wichtigste KPI vor Augen hat.
00:28:03: Es gibt natürlich noch eine Reihe weniger Wichtiger oder klar Aber dieses sehr klare kompromisslose Ziel Das wollen wir repräsentieren als ein Anbieter.
00:28:15: Das finde ich ultra wertvoll
00:28:17: Wunderbar und da sind wir auch schon wieder durch mit dem Thema.
00:28:19: Und ich würde sagen, das war direkt eine Pulmklandung und dass er dieses Ziel nochmal ausgegeben hat finde ich so wichtig weil das ist wie ein Nordsterne und anhand dieses Nordsternes kann man sich wunderbar orientieren und wenn die Mitarbeiter ein und die gleiche Vision haben dann kann man sie natürlich auch viel viel besser umsetzen.
00:28:35: also herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle.
00:28:37: und Ich würde sagen wir kommen zum dritten Thema.
00:28:41: Annika
00:28:42: Jawoll, da steig ich dann auch gerne gleich mal ein.
00:28:45: Du hattest uns als dritten Thema auch das Thema Transformation und gerade in Bezug auf KI genannt?
00:28:52: Und ich fand es so spannend weil ich mich selber im beruflichen Umfeld auch so stark mit KI befasse allerdings von Anbieter Seite
00:28:59: d.h.,
00:29:00: es kommt schon einen Kunde auf uns zu der hat eine Vision Meistens auch eine Strategie schon, die er sich dazu vorstellt und wir unterstützen dann diese Strategie umzusetzen mit KI.
00:29:12: Und deswegen habe ich immer nur diese Anbieterbrille auf und ich fände es so spannend, Christine weil du sitzt ja genau quasi am anderen Ende des Hörers.
00:29:21: Wie war das bei euch?
00:29:22: Du hattest mal erzählt wie trägt man KI Top Down ins Unternehmen zum Beispiel und du hattet dazu ne ziemlich ziemlich klare Haltung.
00:29:31: magst du uns da mal mitnehmen?
00:29:34: Ja, sehr gerne.
00:29:35: Also nicht selten höre ich das wenn ich mit Sea Level Kunden spreche so dieses der Aufsichtsrat hat uns gesagt wir müssen was mit KI machen Und damit tun sich manche Unternehmen natürlich leichter als andere.
00:29:50: Aber gerade in dem Umfeld, in dem ich mich bewegen in der Automobil- und Manufacturingbranche gibt es viele Unternehmen die noch sehr klassisch unterwegs sind und die gar nicht so recht wissen wie sie das anfangen sollen.
00:30:02: So eine Ansage von oben, die bewirkt dann im ersten Wurf Panik und wird ein bisschen rumgeburscht.
00:30:14: zum Beispiel, indem man dann mal Sachen ausprobiert.
00:30:17: Oh was können wir denn damit machen?
00:30:18: Jetzt führen wir mal dies oder jenes ein den Chatbot oder wie auch immer.
00:30:22: aber da wird etwas gebaut das funktioniert aber das wirkt nicht.
00:30:29: und der Unterschied ist nur weil was technisch funktioniert heißt es nicht dass es den Impact hat dem man eigentlich damit erzielen möchte.
00:30:37: und wenn man sich von Anfang an diese Frage nicht gestellt hat nämlich Was soll denn die KI tun?
00:30:43: Kann ich die zwar einführen, aber dann habe ich wahrscheinlich den eigentlichen unterliegenden Wunsch meines Aufsichtsrats nicht erfüllt.
00:30:51: Man möchte ja beispielsweise erreichen dass man Zeit spart oder das man schneller in eine neue Geografie kommt oder dass man die Kundenzufriedenerheit erhöht Oder das Service Level oder wie auch immer.
00:31:05: Aber dieses Ziel zuerst zu haben und sich dann die Frage zu stellen Wie komme ich denn dahin und welches Tool könnte mir dabei helfen?
00:31:13: Das ist der eigentlich richtige Weg.
00:31:15: Und dazu gehört aber auch, den Mut KI in Kernprozesse zu nehmen.
00:31:21: Und das bedeutet dass sich eben nicht nur den kleinen Proof-Of-Concepts, sondern also den Labortest die Windslösung baut, die vielleicht ein Individuum verschnellert oder schon... dass den einen Mitarbeiter schneller macht, sondern dass ich mir wirklich die Frage stelle in welchem Prozess in meinem Unternehmen von vorne bis hinten gedacht möchte.
00:31:47: Ich möchte eine Verbesserung erzielen und darauf dann meine Strategie aufbauen wie ich mit Technologie aber auch organisatorisch oder prozessual mögliche Veränderungen erwirke, die ein Unterschied macht.
00:32:02: Es ist natürlich strategisch gesehen super spannend und da seid ihr ja auch in gewisser Hinsicht eine Vorbildfunktion.
00:32:09: Ich denke immer wieder an dieses eine Beispiel Annika, wir hatten darüber mal gesprochen der Retailer, der komplett automatisiert hatte und also wirklich er dachte sich Ja!
00:32:20: Wir müssen digital sein und wir müssen modern wirken und wir automatisieren jetzt einfach den kompletten Kundenservice und die Rakete ging einfach vollgasrückwärts los.
00:32:28: Also da sieht man Reine Digitalisierung, einfach nur weil man cool sein will.
00:32:36: Ja ich sag mal manchmal muss man auch mutig sein und dann schnell aus Fehler lernen.
00:32:40: ja also das ist mir lieber als wenn man eben sich nicht verändert.
00:32:43: was ich jetzt auch merke im Gespräch mit meiner internationalen Community dieses Thema KI.
00:32:49: es ist total schwierig überhaupt die richtigen KI use cases zu identifizieren.
00:32:55: Wo fängt man eigentlich wirklich an KI einzuführen?
00:33:00: Und wie gehst du damit voran, um wirklich einen guten KI-UseCase zu finden.
00:33:06: Wie ist da deine Herangehensweise auch mit anderen Abteilungen?
00:33:08: Ich glaube das ist was unsere Zuhörer und Zuhöhrerin wirklich absolut interessiert.
00:33:16: Ja ich glaube...
00:33:17: Die Frage
00:33:18: muss man am Anfang eben anders formulieren, die darf gar nicht heißen.
00:33:21: Was ist ein guter KI-Usecase?
00:33:23: Sondern anders was möchte ich verändern und was kann KI in dem Prozess für mich tun?
00:33:29: Und tatsächlich da so'n bisschen craziness mal reinzubringen uns zu sagen hey was wenn ich jetzt mal ganz wild träumen würde was würde in diesem Unternehmen anders laufen als vorher unabhängig nochmal unabhängig von der Frage was KI da tut für mich?
00:33:45: sondern Was wäre, wenn wir als Maschinenhersteller gar keine Maschienen mehr verkaufen würden?
00:33:51: Sondern Services.
00:33:53: Oder was wäre, Wenn ich als Anbieter von Hotelzimmern gar keine Hotels mehr hätte sondern in Klammern Airbnb, sondern eine Plattform zur Verfügung stellen würde wo Leute ihre Zimmer vermieten?
00:34:06: also wirklich diesen Mut zu haben mal ganz verrückt zu denken und dann die Frage zu stellen in der Toollandschaft, damit das für mich wirkt.
00:34:19: Das wäre die Top-Down Antwort sozusagen!
00:34:23: Natürlich ist es auch möglich zu sagen und es ist auch wichtig auch zu sagen welchen KI-Prozess kann ich mir denn ausdenken?
00:34:31: Und mit kleinen Experimenten mich da mal ranzuhangeln was das bewirkt ist Ich mache Leute Mitarbeiter neugierig, ich enable Mitarbeiter umzugehen und eben Sachen auszuprobieren, und aus ihrer Neugierde was Produktives zu entwickeln.
00:34:50: Aber das sind zwei verschiedene Gedanken, zwei verschiedene Herangehensweisen.
00:34:56: also auf der einen Seite hast du Enablement, Mut und die ersten Experimente, die Leute befähigen oder auf der anderen Seite hast Du Unternehmensziele, die du damit erreichen möchtest und ich glaube es muss beides zusammenkommen damit am Ende ein wertvoller Prozess entsteht.
00:35:15: Das sind dann auch diese fünf Cs, oder?
00:35:21: Die du dir dazu überlegt hattest... Du hattetst sie mal bei uns im Call wo wir uns kennengelernt hatten, hättest du sie mal angeteasert?
00:35:26: Magst du darüber mal ein bisschen mehr erzählen?
00:35:30: Ja das sind Werte die ich sehr hoch halte.
00:35:33: Das ist Curiosity also die Neugierde, die Clarity also Klarheit, Communication Courage, also der Mut und Care die Fürsorge.
00:35:43: Und auch da, genau setze ich immer so einen Hauch Craziness dazu.
00:35:47: als sechstes C. Komm' ich gleich oder habe ich ja eben schon
00:35:50: mal ein bisschen gemähen?
00:35:51: Das passt natürlich perfekt zu.
00:35:52: cx on the rocks!
00:35:56: Genau.
00:35:57: Da darf auch ein bisschen Crazines dabei sein, genau.
00:35:59: Mit- oder ohne Alkohol... Genau.
00:36:04: Curiosity Neugierde ist für mich total Enabler für Fortschritt.
00:36:13: Nur dann bin ich neugierig und sage, das muss doch möglich sein oder ich möchte gerne mehr erfahren.
00:36:19: wichtige Fragenstelle die erstmal irgendwie einfach klingen ja ich bin berühmt und berüchtigt dafür dass sich viele Fragen stellen weil ich das so wahnsinnig wichtig finde für erstens ein gemeinsames Verständnis und zweitens der Möglichkeit andere Perspektiven zu sehen.
00:36:36: in einer Runde von Leuten die vielleicht denken sie reden über das gleiche
00:36:39: Darf ich da direkt nochmal eine Frage reinstellen?
00:36:41: Und zwar für unsere Zuhörerinnen und Zuhöre.
00:36:44: Jetzt sind die neugierig, ja also ich würde mal sagen viele Unternehmen sind wirklich neugirig und können auch wild denken.
00:36:51: wie ist der Zusammenspiel bei euch beispielsweise?
00:36:57: Wann sollte man sich denn Gedanken machen über etwas?
00:36:59: Habt ihr Reportings, die hier als Grundlage nehmt.
00:37:02: Kommen die Abteilungen aus dem Service und sagen Mensch wir würden hier gern was verändern.
00:37:06: also wie ist da das Zusammenspiel dass man überhaupt erst mal identifiziert?
00:37:09: wo kann ich dann jetzt erstmal Wild denken?
00:37:14: Ich glaube das erste was mir in den Kopf kommt ist dass das Teil der täglichen Arbeit sein muss die jedes Team für sich macht und das kann, das bedeutet nicht dass jeder diese Rolle hat neugierig super klar mutig wie auch immer fürsorglich zu sein.
00:37:33: Das kann auch bedeuten dass jeder so seine Rolle hat.
00:37:36: also man das kennt ja irgendwie jeder dass es da diese eine Person gibt im Team die immer nervig ist oder ja die immer der der Reichsbedenktenträger ist wenn man das mal als Rolle akzeptiert ja einen zu
00:37:49: haben das ist total gut.
00:37:51: Und dann gibt es vielleicht jemand den anderen, der hat ständig die Nachfragen oder jemand anderes.
00:37:59: Der sagt, oh kannst du mir davon darüber mehr erzählen?
00:38:02: und diese Rolle bewusst auszukosten und dem Team auch zu ermöglichen ihre jeweilige Rolle zu spielen ist wirklich Teil der Lösung dazu da gemeinsam kreativ zu sein.
00:38:15: Wie gesagt, da muss niemand alles erfüllen sondern jeder muss sich nur seiner Rolle bewusst sein und jeder muss zulassen dass der andere die Rolle spielt, die ihm auf dem Leib zugeschneidert ist oder dass es vielleicht die eigene Rolle ist in der Runde.
00:38:28: Aber ich lasse mich noch mal weiter machen zum Thema Clarity.
00:38:32: Das finde ich nämlich auch gerade im Zusammenspiel mit KI total wertvoll.
00:38:38: also dieses Oh wenn ich eine breite Frage stelle, JGP Team ist langweilig was soll ich tun?
00:38:45: dann kommt da nur eine blöde Antwort zurück.
00:38:47: Also ist es blöd, aber die ist halt einfach nicht wertstiftend in dem Moment weil sie so bereit ist.
00:38:54: und je klarer ich bin mit der KI.
00:38:56: Ich bin ein elfjähriges Mädchen das sich langweilt.
00:38:59: Ich habe jetzt gerade den ganzen Tag in der Schule verbracht und suche als nächstes eine wenig kopfintensive Aktivität.
00:39:06: Dann kommt da was besseres bei raus.
00:39:08: Und diese Klarheit, die ich mittlerweile hab im Prompting ... versuche ich auch mit Mitarbeitern umzusetzen.
00:39:14: Am Ende ist es der gleiche Mechanismus, ... ... ja, shit in, shit out!
00:39:19: Wenn ich nicht klar darin bin was wir erreichen wollen... ... dann hat die Person, die ich damit anspreche, auch keine Chance zu liefern,... ...was wir alle gemeinsam erreichen
00:39:29: wollen.".
00:39:30: Und ich glaube das Thema Klarheit, ... ..."Klarheit zieht auch magisch an", ... ... übrigens Klarheit-Transparenz im Unternehmen fördert ja auch die... eigene Weiterentwicklung.
00:39:40: und wir sind jetzt leider auch schon am Ende angekommen, liebe Christine.
00:39:44: Annika hat ihr gerade freundlicherweise den Bäcker schon mal gezeigt?
00:39:48: Mich wird so interessieren genau also eigentlich ist die Zeit rüber weil ich wollte dich die ganze zeit nicht unterbrechen, weil ich wirklich eine Frage habe.
00:39:55: Ich finde deine C so spannend Weil sie passen einfach perfekt genau dahin wo unsere Gesellschaft hingeht.
00:40:02: Wir werden immer diverser, wir werden immer individueller, wir wünschen uns ja diese individuelle Behandlung Aber mal kurz eine andere Frage.
00:40:11: Wenn du jetzt aus deiner Businessbrille schaust oder als Führungskraft, welches dieser Cs fehlt heute aktuell am häufigsten in Unternehmen?
00:40:21: Auch auf die Gefahr hin dass ich Führungskräften unrecht tu.
00:40:26: Ich glaube es ist der Mut die Courage.
00:40:31: Der Mut einem Unternehmen zuzutrauen zum Beispiel die Kernprozesse umzubauen wirklich neu zu denken.
00:40:41: Und dazu gehört ja eben leider nicht nur der Mut des einzelnen Entscheiders, sondern auch die Kultur, die Fehler erlaubt und die erlaubт dass man sagt wir probieren das jetzt einfach mal gemeinsam vielleicht ein Experiment auch, dass wir uns einlassen oder das ist ein Weg den wir gemeinsam gehen wollen und wir schauen zu, dass das was wir hier entscheiden uns nicht gegen die Wand fährt.
00:41:04: Also man kann ja auch irgendwie Vorsichtsmaßnahmen ergreifen um zu sehen, wenn man etwas verändert ob es wirklich in eine richtige Richtung geht.
00:41:12: aber das würde ich mir mehr wünschen bei Führungskräften den Mut Sachen wirklich zu verändern.
00:41:20: Also, ich würde sagen Mood ist auch ein wunderschönes letztes Wort.
00:41:23: Was wir natürlich hier mit rausnehmen können?
00:41:26: Wir haben jetzt also schon gelernt die fünf Cs, Curiosity, Clarity, Communication, Courage and Care und eine wichtige Portion Mood um tatsächlich da draußen erfolgreich KI-Transformation einzuleiten.
00:41:40: Wir haben auch gelernt Technologie ersetzt keine Führung.
00:41:42: sie zeigt nur schneller ob Führungen Klarheit geschaffen hat.
00:41:46: An der Schule würde ich sagen vielen, vielen herzlichen Dank, liebe Christine.
00:41:50: Es war eine wunderbare Folge mit dir.
00:41:53: Wir danken dir für deine Offenheit und Perspektive und natürlich auch den Blick darauf... aus deiner eigenen Erfahrung, aus anderen Unternehmen und natürlich auch bei T-Systems.
00:42:02: Auch das Thema Employee Experience zum Thema Onboarding und ich würde sagen wir schließen diese Folge heute und stellen fest digitale Oberfläche bzw.
00:42:15: erstens digitale Überfläche ist noch keine digitale Reife.
00:42:18: Zweitens Employee experience ist Führungsinfrastructure.
00:42:22: und drittens KI ist keine Strategie sondern Klarheit ist heutzutage die Strategie.
00:42:28: Und ich würde sagen, Annika, dann soll man uns einfach folgen zuhören.
00:42:36: Vielen Dank, dass du dabei warst, Christian!
00:42:37: Ich würde sagen erst mal Cheers auf dich und das Du heute unser Gast warst bei unserem Strategiespritz.
00:42:45: Und dann alle da draußen, wenn euch diese Folge inspiriert hat.
00:42:48: Dann folgt uns unbedingt auf CX On The Rocks.
00:42:50: Wir sind auf LinkedIn wir sind auf Instagram und allen gängigen Plattformen.
00:42:55: und eine letzte Frage habe ich an euch am Ende welches eurer fünf Zees
00:43:01: braucht
00:43:02: eure Führung?
00:43:02: aktueller meisten?
00:43:03: weil jede Teams in jeder Menschen sind ja wie wir schon gemerkt haben unterschiedlich.
00:43:08: unter gibt's Curiosity Clarity Communication Courage Care oder doch vielleicht auch ein bisschen craziness.
00:43:16: Und ja, deswegen vielen Dank!
00:43:19: Danke euch!
00:43:19: Hat mich viel Spaß gemacht!
00:43:23: Sehr schön!
00:43:23: CX geht immer on the Rocks!
00:43:26: Cheers!
00:43:28: Das war's heute von CX On The Rocks.
00:43:31: Hat euch die Folge gefallen?
00:43:33: Dann gebt uns gerne Feedback und teilt diesen Podcast mit eurem Netzwerk.
00:43:37: Customer Experience geht immer ON THE ROCKS.
00:43:40: Bis zum nächsten Mal!
Neuer Kommentar